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Druck auf die Restwerte im Juni gestiegen  

Robert Madas, Regional Head of Valuations, Austria, Switzerland and Poland bei Eurotax, zur aktuellen Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt in Österreich. 


Die Lebenshaltungskosten steigen in Österreich weiterhin über dem EU-Schnitt und die wirtschaftlichen Aussichten sind unsicher. Die Transaktionsaktivität bei Gebrauchtwagen hat sich im Juni zwar im Vergleich zum Mai mit einem Plus von 6,9% etwas erholt, im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 1,9% verlangsamt.  

Demgegenüber steigt das Gebrauchtwagen-Angebot weiter an. „Im Schnitt über alle 2 bis 4-jährigen Fahrzeuge lag das Angebotsvolumen im Juni um rund 11% höher als ein Jahr zuvor“, erläutert Robert Madas, Regional Head of Valuations AT, CH, PL bei Eurotax Österreich. Allerdings war im Jahr 2022 das Angebot noch deutlich geringer als vor der Pandemie Anfang 2020.  

Nach einigen Monaten mit steigendem Trend, sind die durchschnittlichen Standtage im Juni etwas gesunken auf 74,1 Tage im Schnitt. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Gebrauchtwagengeschäft deutlich abkühlt“, so Robert Madas. Benziner verkaufen sich derzeit mit durchschnittlich 72 Tagen am schnellsten, gefolgt von Full-Hybriden, Dieselfahrzeugen und PHEVs mit rund 74 Tagen. BEVs verkaufen sich derzeit langsamer mit 89 Tagen.  

Mit schwächerer Nachfrage und größerem Angebot kommen die durchschnittlichen Restwerte von 36 Monate alten PKW etwas unter Druck:  Derzeit liegt der Eintausch-Wert im Schnitt bei 54,3%. Das ist ein zwar ein Plus von 2,8% gegenüber Juni 2022, allerdings ein leichtes Minus von -0,2% gegenüber dem Vormonat. Die aktuellen Marktbeobachtungen zeigen, dass in den kommenden Monaten weitere Rückgänge zu erwarten sind. Am höchsten notieren bei 3-jährigen PKW derzeit HEVs mit 57,6%, gefolgt von Benzinern (55,3%), Dieselfahrzeugen (54,4%) und PHEVs (53,0%). 3-jährige BEVs halten mit 48,4% zwar den geringsten Wert, konnten sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich verbessern. 

Da sich die Nachfrageseite in naher Zukunft weiter abschwächen dürfte, während sich das Angebot wieder erholt, ist Druck auf die Restwerte zu erwarten. Die Restwerte von drei Jahre alten Gebrauchtwagen werden zwar relativ hoch bleiben, allerdings mit sinkender Tendenz. 

Wir prognostizieren, dass der Restwert von dreijährigen PKW Ende 2023 um ca. 2,4% niedriger sein wird als im Dezember 2022. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen weiteren Rückgang des Restwerts um ca. 3,5% gegenüber dem Vorjahr aufgrund der nachlassenden Nachfrage und des steigenden Angebots. 

Im Dashboard für Juni 2023 von Autovista24 finden Sie aktuelle Daten zu Preisen, Absatzmengen, Standtagen und mehr. 


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